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Dieser japanische Castella Kuchen ist ein wunderbar süßer, saftiger und fluffiger Biskuit, der sich perfekt für den Genuss zu Tee oder als Dessert eignet. Mit einfachen Zutaten und einer traditionellen Zubereitung kannst du diesen klassischen japanischen Kuchen unkompliziert zu Hause herstellen und dabei die einzigartigen Aromen und Texturen erleben, die ihn so beliebt machen.
Aus persönlicher Erfahrung gelingt dieser Kuchen bei mir immer besonders gut, wenn ich die Ruhezeit einhalte. Das Ergebnis ist eine Textur, die fast auf der Zunge zergeht und dabei herrlich nach Honig duftet.
Zutaten
- Weizenmehl (Bread Flour): 100 g Für eine stabile Struktur und die typische dichte Textur wählen Sie am besten ein Mehl mit höherem Klebergehalt
- Kuchenmehl (Cake Flour): 20 g Dieses Mehl sorgt für Feinheit und Leichtigkeit im Teig, achten Sie auf feines, frisches Mehl
- Grober Zucker, z.B. Turbinado: 1 EL Verbessert die Kruste und verleiht dem Boden einen angenehmen Biss, ideal ist ein weniger raffinierter Zucker
- Eiweiße von 3 Eiern (je ca. 35 g): Sie bilden das Herz der Sauerstoffzufuhr im Teig – am besten frisch und kalt getrennt verwenden
- Weißer Zucker (Caster/Zucker fein): 120 g Für die Stabilisierung des Eischnees und die angenehme Süße ist guter, feiner Zucker empfehlenswert
- Eigelbe von 4 Eiern (je ca. 17 g): Verleihen dem Kuchen Farbe und Geschmeidigkeit, verwenden Sie möglichst Eier aus Freilandhaltung für besseren Geschmack
- Honig: 40 g Der feine Honiggeschmack ist charakteristisch für Castella, nutzen Sie einen milden, hochwertigen Honig für beste Ergebnisse
- Vollmilch: 30 ml Sorgt für Feuchtigkeit und Bindung, frische Milch verbessert die Konsistenz
- Neutrales Öl, z.B. Rapsöl: 30 ml Unterstützt die Saftigkeit ohne den Geschmack zu beeinflussen, wählen Sie ein geschmacksneutrales Öl
Anleitung
- Vorbereitung:
- Trenne die Eier sorgfältig und bringe Eiweiß sowie Eigelbe auf Raumtemperatur. Die Kuchenform mit Backpapier auslegen und 1 EL groben Zucker auf dem Papier gleichmäßig verteilen. Heize den Backofen auf 180 °C (Ober/Unterhitze) vor.
- Eiweiß zu Eischnee schlagen:
- Schlage das Eiweiß in einer trockenen, sauberen Schüssel erst auf niedriger, dann mittlerer Geschwindigkeit, bis die Masse schaumig wird. Füge den Zucker in 3 bis 4 Portionen zu und schlage weiter, bis steife Spitzen entstehen, die nicht umfallen.
- Eigelbe und Honig hinzufügen:
- Gib die Eigelbe einzeln zum Eischnee und verrühre sie jeweils 5 bis 10 Sekunden. Anschließend den Honig einträufeln und weitere 10 Sekunden schlagen, um ihn gut zu verteilen.
- Mehl unterheben:
- Siebe das Mehl in eine separate Schüssel. Hebe es vorsichtig drittelweise mit einem Spatel unter den Teig, um die Luftigkeit zu bewahren.
- Milch und Öl einarbeiten:
- Verrühre Milch und Öl in einer kleinen Schüssel. Gib 2 bis 3 Esslöffel Teig dazu, vermische es gut und hebe es dann vorsichtig in den restlichen Teig unter.
- Backen:
- Gieße den Teig in die vorbereitete Form. Ziehe mit einem Bambusstäbchen feine Linien horizontal und vertikal, um später Luftblasen zu entfernen. Lasse die Form leicht auf den Tisch fallen. Backe den Kuchen eine Minute auf oberster Schiene, ziehe erneut Linien, wiederhole das 3 Mal. Reduziere die Hitze auf 160 °C und backe 28 bis 35 Minuten auf mittlerer Schiene. Der Kuchen ist fertig, wenn ein hineingestecktes Stäbchen sauber herauskommt.
- Ruhen lassen:
- Nimm den Kuchen vorsichtig aus der Form, wickle ihn noch warm in Frischhaltefolie und lagere ihn kopfüber in einem luftdichten Behälter 12 bis 24 Stunden.
- Schneiden und Servieren:
- Schneide die Ränder ab und halbier den Kuchen. Schneide jede Hälfte in gleichmäßige ca. 2 cm dicke Scheiben. Für saubere Schnitte das Messer zwischen den Schnitten immer abwischen.
Mein liebster Moment beim Backen ist das behutsame Unterheben des Mehls – hier entscheidet sich, ob die Luftigkeit erhalten bleibt oder verloren geht. Das Rühren erfordert Geduld und Feinfühligkeit, aber die Belohnung ist ein perfekter, fluffiger Kuchen.
Aufbewahrungstipps
Lagere den Kuchen an kühlen Orten bei Raumtemperatur in einem luftdichten Behälter, damit er 3 bis 4 Tage frisch bleibt. In wärmeren Monaten empfiehlt sich die Aufbewahrung im Kühlschrank, dann hält er sich bis zu einer Woche. Zum Einfrieren einzelne Scheiben in Frischhaltefolie wickeln und luftdicht verpacken, so ist der Castella bis zu einem Monat haltbar. Auftauen am besten langsam im Kühlschrank oder kurz in der Mikrowelle (10–15 Sekunden).
Zutatenersatz
Für eine kräftigere Farbe und Geschmack kannst du bis zu 2 Esslöffel Kuchenmehl durch Matcha Pulver ersetzen. Auch Kakaopulver ist möglich, dann werden die gleichen Mehlmengen reduziert. Für eine frische Note helfen Zitronen oder Orangenabrieb, der zusammen mit dem Zucker eingerieben wird. Möchtest du Kaffeearomen, löse 2 Teelöffel Instantkaffee in warmer Milch auf und gib das Gemisch zum Teig. Vanille oder andere Extrakte sind ebenfalls geeignet, Fruchtsäfte jedoch nicht, da sie die Teigkonsistenz verändern können.
Serviervorschläge
Castella schmeckt wunderbar pur zu grünem Tee oder leicht gesüßtem Matcha. Du kannst ihn auch mit frischen Früchten, einer Prise Puderzucker oder einem Klecks Sahne servieren. Für eine besondere Variante passt auch ein Löffel süßer roter Bohnenpaste (Anko) sehr gut dazu, typisch für japanische Desserts.
Mit diesem Rezept kannst du beeindruckend einfach einen original japanischen Castella zu Hause backen, der mit seiner luftigen, saftigen Textur und dem feinen Honiggeschmack begeistert. Viel Freude beim Backen und Genießen!
Fragen und Antworten zu Rezepten
- → Warum ist mein Castella Kuchen dicht?
Zu starkes Unterheben oder falsches Schlagen des Eiweißes zerstört die Luftigkeit und führt zu einem dichten Kuchen.
- → Warum wird mein Castella trocken?
Ungenügende Ruhezeit, zu lange Backzeit oder zu hohe Temperaturen reduzieren die Feuchtigkeit.
- → Kann ich Aromen hinzufügen?
Ja, Matcha, Kakao, Zitrusabrieb und Extrakte sind geeignet, Fruchtsäfte hingegen nicht.
- → Wie lange sollte Castella ruhen?
Mindestens 12 Stunden, idealerweise 24 Stunden für optimale Saftigkeit.
- → Kann ich Castella einfrieren?
Ja, einzeln in Frischhaltefolie gewickelt und luftdicht verpackt hält er bis zu einem Monat.